Wer die aktuellen Foodtrends etwas verfolgt, wird sicher schon mal etwas von Ingwer- bzw. Kurkuma-Shots gehört haben. Das sind diese kleinen, teuren Fläschen die man in diversen Drogerimärkten oder Bioläden kaufen kann. Idealerweise sollte man jeden morgen einen Shot zu sich nehmen um das Immunsystem zu stärken oder um die Verdauung zu fördern. Aber steckt da eigentlich auch was dahinter? Ich stelle euch heute die zwei Wurzeln vor und anbei findet ihr auch noch ein Rezept, wie ihr solche Shots selbst machen könnt!

Ingwer

Vom Ingwer hat bestimmt jeder schon mal gehört. Meist wird er zum Kochen verwendet, hier verfeinert er asiatische Speisen, wie Currys oder Suppen. Er hat aber auch einige gesundheitsfördernde Eigenschaften, so wird er gerne bei Übelkeit, Bauchschmerzen, Reisekrankheit oder Schwindel eingesetzt. Vor allem in der Ayurveda (ein indisches Heilungs-System) oder der TCM wird es schon seit Jahrtausenden verwendet.

Der Ingwer enthält eine Reihe an Inhaltsstoffen welche eine positive Wirkung auf Arthritis, Entzündungen haben. Weiters wirkt er antibakteriell und kann Pilzwachstum im Körper hemmen.

Bauchschmerzen

Das im Ingwer enthaltene Gingerol (sorgt für den scharfen Geschmack), wirkt antispasmolytisch, das heißt, dass es Muskeln entkrampft. Studien haben gezeigt, dass das vor allem auf intestinale Muskeln (also den Darm) zutrifft.

Übelkeit

Weiters ist der Ingwer ein beliebtes Heilmittel bei Übelkeit. So konnte man sogar bei Schwangeren eine signifikante Reduktion von Übelkeit und Erbrechen beobachten.

Nur 10g reichen

Das Tolle ist, das diese gesundheitsfördernden Wirkungen schon bei einer Dosis von 10g frischen Ingwer bzw. 1-2g Ingwerpulver auftreten. Sehr hohe Dosen können hingegen zu Sodbrennen, Bauchweh oder Durchfall führen.

Ingwer ein Superfood?

Obgleich seiner heilenden Wirkungen ist Ingwer kein Superfood. Im Gegensatz zum Kurkuma enthält dieser nämlich kaum Vitamine, dafür aber jede Menge Antioxidantien, welche unseren Körper vor oxidativen Stress schützen.

Kurkuma

Den Kurkuma kennen vielleicht nicht so viele, dieser auch nicht in jedem Supermarkt erhältlich. Er sieht im Grunde genauso aus wie der Ingwer nur, dass er eine intensiv orange Farbe hat. Deswegen wird er auch als Färbemittel eingesetzt. Man findet ihn zudem in Currypulvern oder in den „trendigen“ Gewürzmischungen für goldene Milch. In der Ayurveda und der TCM ist der Kurkuma auch schon seit Jahrtausenden ein wichtiger Bestandteil und wird bei Schmerzen, Entzündungen, Erkrankungen der Haut, Verdauungsstörungen, Menstruationsbeschwerden und zum Immunsystem-Stärken eingesetzt.

Schmerzlindernde Wirkung bei Arthritis

Der wichtigste Bestandteil im Kurkuma ist das Curcumin, dieses ist für die intensive Farbe der Wurzel verantwortlich. In einer Studie konnte man beobachten, dass die Gabe von 1g Curcumin täglich, Arthritis-Schmerzen und Entzündungen genauso verringert, wie gängige Medikamente (Diclofenac, Ibuprofen).

Leberschützende Wirkung

Weiters stecken im Kurkuma noch jede Menge Antioxidantien. Es wird vermutet, das darauf die leberschützende Wirkung des Kurkumas basiert.

Bromelain und Piperin erhöhen die Aufnahme

Ideal wäre es, Präparate zu wählen welche Bromelain (Extrakt aus der Ananas) oder Piperin (aus Peffer) enthalten, da diese die Absorption von Curcumin erhöhen.

Negative Wirkungen

Bei sehr hohen Dosen kann es zu einer erhöhten Produktion von Magensäure, als Blutverdünner oder zur Wehenförderung führen. Für Schwangere ist die Einnahme von Kurkuma also nicht ideal.

Kurkuma als Superfood

Der Kurkuma hat sich den Titel Superfood eindeutig verdient. Bereits ein Esslöffel Kurkuma-Pulver enthält 26% des Mangan Tagesbedarfs, 16% des Eisen Tagesbedarfs, 5% des Kalium Tagesbedarfs und 3% des Vitamin C Tagesbedarfs.

Ingwer-Kurkuma-Shot
Vorbereitungszeit
5 Min.
Kochzeit
5 Min.
 
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Portionen: 500 ml
Zutaten
  • 3 Äpfel
  • 2 Zitronen
  • 100 g Ingwer
  • 3 TL Kurkumapulver
  • 1 Schuss Ahornsirup
  • 100 ml Orangensaft
Zubereitung
  1. Äpfel grob schneiden, die Zitronen schälen und den Ingwer grob schneiden -> beim Ingwer kann ruhig die Schale dranbleiben, da wir es später sowieso noch sieben.

  2. Alles in einen Mixer werfen und ca. 5 min mixen oder bis ein feines "Muß" entsteht.

  3. Dieses "Muß" wird dann noch durch ein Sieb gedrückt. Am besten ihr verwendet zu "durchdrücken" ein Glas mit einem leicht gerundeten Boden.

  4. Je nach Belieben kann man jetzt noch etwas Orangensaft oder Ahornsirup hinzufügen.

  5. Den Shot in ein ausgekochtes Glas oder eine Flasche umfüllen und im Kühlschrank lagern.