Portobello-Schnitzel mit Pommes & Mayonnaise + Ein paar Worte über gute und schlechte Lebensmittel

26. August 2018

„Obst ist doch voll gut oder? Und ist Brot eigentlich schlecht für mich?“. Solche oder ähnliche Fragen bekommt man oft gestellt wenn man in der Ernährungsbranche zu Tun hat.  Ganz eindeutig kann man diese aber nicht beantworten, das Thema ist einfach zu komplex. Es kommt immer darauf an welche ART oder welche MENGE eines Produkts  man konsumiert.

„Brot ist doch voll schlecht, oder?“

Wenn wir bei Brot von weißen Burgerbrot reden, dann ist klar, dass dieses schlecht für uns ist. Weißbrot besteht aus sehr fein gemahlenen Mehl, Nähr- oder Ballaststoffe sind hier quasi gar nicht enthalten. Ein Fehlen von Ballaststoffen wirkt sich gar nicht gut auf unsere Verdauung aus. Da Brot zu einem großen Teil aus Kohlehydraten besteht, werden diese in unserem Verdauungssystem in einfache Zucker gespalten ergo steigt unser Blutzucker rapide an.

Bei einem richtigen Vollkorn- oder noch besser Sauerteigbrot passiert dies auch, jedoch viel langsamer. Ein bisschen Zucker sollte ja ohnehin im Blut vorhanden sein, nur eben nicht zu viel. Bei zuletzt genannten Brot wird das Mehl nicht allzu fein gemahlen und oftmals werden auch gesündere Getreidearten wie Dinkel oder Roggen verwendet. Durch den hohen Ballaststoffanteil kommt es hier zu keinen extremen Blutzuckerschwankungen.

Bei Weißmehl steigt der Blutzucker rapide an und fällt auch genauso schnell wieder ab. Wir haben also wieder Hunger. Bei Vollkornmehl geschieht dies viel langsamer, das Sättigungsgefühl bleibt länger erhalten.

Wie schon erwähnt, ist das Beste Brot, dass du kaufen kannst ein Sauerteigbrot, da dieses mit Bakterienkulturen angereichert wird. Weiters entsteht durch die Mikroorganismen ein einzigartiger Geschmack, welchen man industriell einfach nicht nachmachen kann! #slowfood

„Von Obst kann man soviel essen wie man möchte“

Zu aller erst möchte ich klar stellen, dass ich Obst in keinster Weise als ungesund darstellen möchte. ABER wenn du zu viel davon isst kann sich das wirklich schädlich auf deinen Körper auswirken. Fruktose wird ja oft als super gesund angepriesen und du kannst es sogar in seiner puren Form in der Apotheke kaufen. Das ist eher problematisch. Für die Fruktoseaufnahme in die Zelle benötigt der Körper kein Insulin (sowie bei der Glukose) sondern verwendet sogenannte GLUT-5 Transporter. Diese sind jedoch sehr schnell überlastet wenn sich zu viel Fruktose im Dünndarm befindet. Der Fruchtzucker wird also in den Dickdarm weiter geschickt und dort machen sich die Darmbakterien über ihn her. Das Resultat: Blähungen!

Blähungen sind jetzt vielleicht nicht das Schlimmste was dir passieren kann und genau da kommen wir zum nächsten Punkt. Zu viel Fruktose kann nämlich zu einer Fettleber führen.

Unser Körper kann Fruktose nicht als Energiequelle nutzen. Wenn man also zu viel davon aufnimmt, (das kann durch den Konsum von Smoothies oder Säften sehr schnell gehen) dann wandelt der Körper sie in die verwertbare Glukose um. Das Resultat kann eine Fettleber sein und in Folge dann auch Diabetes.

Du darfst jetzt aber auf keinen Fall Angst vor Obst haben, denn diese Effekte treten erst ab einen Konsum von 1kg Obst TÄGLICH auf. In einem Kilogramm sind nämlich ca. 100g Fruktose enthalten. Ich persönlich esse Obst so wie ich Lust drauf habe, manchmal ist das mehr und manchmal weniger.

„Kohlenhydrate wie Kartoffeln sind ungesund!“

Kartoffeln wurden in den letzten Jahren ziemlich verteufelt, da sie anscheinend aufgrund ihres hohen Kohlenhydratgehalts ziemlich ungesund sein sollten. Somit kam es zum „Aufstieg der Süßkartoffel“, um es mal ganz dramatisch auszudrücken. Ich persönlich finde die normale, weiße Kartoffel viel besser. Wieso? Naja, der erste Grund ist mal, dass die weiße Kartoffel bei uns heimisch ist. Die Süßkartoffeln kommen im Großteil des Jahres aus den USA oder Honduras. Der Nährstoffgehalt von Lebensmittel die eine so weite Reise hinter sich haben ist praktisch null und außerdem möchte ich auch keine Lebensmittel aus den USA essen, da deren Landwirtschaftssystem einfach katastrophal ist.

Eigentlich gibt es an der weißen Kartoffel rein gar nichts auszusetzen, sie enthält viele Ballast- und Nährstoffe und zudem noch resistente Stärke. Woher kommt also ihr grottenschlechter Ruf? Meiner Meinung nach ist dieser Trend wieder einmal in Amerika entstanden wo die meisten Menschen Kartoffeln in Form von Pommes und Chips konsumieren. Das ist natürlich wahnsinnig ungesund und Ernährungsexperten rieten so vom Konsum der weißen Kartoffel davon ab. Wie so oft wurde diese „Regel“ völlig falsch formuliert. Also formulieren wir sie neu:

Kartoffeln sind nicht ungesund außer du frittierst sie und isst sie als Chips oder Pommes. Ganz unter uns: Pommes sind selbstgemacht aus dem Ofen sowieso viel besser. Was uns zum nächsten Punkt des heutigen Beitrags bringt!

Portobello Schnitzel mit Pommes und Gurkensalat
Zutaten
Portobello-Schnitzel
  • 2 Portobello Champignons
  • 2 Eggs
  • etwas Mehl
  • etwas Semmelbrösel
Pommes
  • 250 g Kartoffel
  • 2 EL Polenta
  • etwas Olivenöl
  • Gewürze nach Wahl
Mayonnaise
  • 1 Eigelb
  • 200 ml Sonnenblumenöl (oder ein anderes neutrales Öl)
  • 2 TL Zitronensaft
  • 1 TL Dijonsenf
  • Salz,Pfeffer
Zubereitung
Portobello-Schnitzel
  1. Champignons waschen und in Streifen schneiden. Ei, Mehl und Semmelbrösel in separate Schüsseln geben und nun die Streifen zuerst in Mehl dann in Ei und zum Schluss in den Semmelbrösel wälzen.

  2. Als nächstes in etwas Öl auf allen Seiten goldbraun braten.

Pommes
  1. Kartoffeln in Pommes schneiden.

  2. In einer Schüssel die Pommes mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und Polenta vermischen. Die Polenta ist meine Geheimzutat für extra-knusprige Pommes frites!

  3. Pommes auf einen Backblech verteilen, diese sollten hierbei auf keinen Fall ÜBEREINANDER liegen! 

  4. Für eine halbe Stunde bei 200 Grad backen.

Mayonnaise
  1. Eigelb in eine große Schüssel schlagen und nun jeweils 2 EL der Öl-Senf-Zitronensaft-Mischung hinzugeben. Mit einem Schneebesen homogenisieren und dann die nächsten 2 EL einrühren. Das wird so lange wiederholt bis nichts mehr von der Mischung übrig ist.

  2. Wenn die Mayonnaise daneben geht und zu flüssig wird ist das kein Problem. Schau dir dazu einfach dieses Video an.

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