Tabula rasa mit dem Kleiderschrank?

18. November 2016

Jetzt mal ganz ehrlich: wer von euch geht viel zu gern shoppen? Ich auf jeden Fall. Schon seit ich ein kleines Kind war, gehörte es einfach dazu mindestens einmal im Monat neue Sachen zu kaufen und vor allem vorm Winter oder dem Sommer wurde dann noch eine etwas größere Shoppingtour eingelegt. Dadurch hat sich die Anzahl meiner Kleidungsstücke extrem erhöht und mein Schrank war immer kurz vorm übergehen. Als ich dann zu meinen Freund gezogen bin, ist mir dann bewusst geworden, dass ich ungefähr die Hälfte von meinem Gewand wirklich brauche und dass das auch schon viel zu viel ist. Das ganze Zeugs nämlich zu waschen ist ordentlich viel Arbeit, die mich absolut gar nicht freut, aber eben sein muss.

 

 

Seit ich wieder eine arme Studentin bin, und meine fast schon wöchentlichen Shopping-Ausflüge nicht mehr möglich sind, möchte ich meine Abwesenheit von Geld gerne dazu nützen, weniger einzukaufen bzw. wenn ich etwas neues kaufen möchte, dann lieber second-Hand oder fair. Vor einigen Woche war ich bei dem riesigen Zara auf der Kärntnerstraße und ich muss sagen ich war dort drinnen total überfordert! So viel Kleidung, so viele Menschen, ich wusste gar nicht wohin ich zuerst schauen sollte. Da finde ich Second-Hand-Shopping viel angenehmer, mann fängt einfach irgendwo an und stöbert durch. Es besteht nicht einmal die Gefahr, dass man zu viel kauft, da es jedes Stück nur einmal gibt. Wer kennt es nicht, wenn er in einer Umkleide steht, und überlegt welches von den Teilen man nehmen soll und man im Endeffekt alle mitnimmt und dabei noch viel zu viel Geld ausgibt.

 

 

Vor allem jetzt um die Weihnachtszeit ist das shoppen einfach grauenhaft. An diesem Konsumwahn, in dem so viel unnötiges Zeugs (vor allem für Kinder) gekauft wird, möchte ich nicht mehr teilnehmen. Ich denke, dass der Zauber von Weihnachten darin total verloren gegangen ist. Wenn ich an meine Kindheit zurück denke, bekam ich nicht alles was auf meiner Wunschliste stand und das schönste am heiligen Abend war noch immer die Aufregung, der Duft des Christbaums und das läuten der Klingel zur Bescherung. Aber was sollen da unsere Eltern und Großeltern sagen, denn im Gegensatz zu ihnen sind auch wir schon viel zu verwöhnt. Ich möchte mir dieses Jahr ein paar nützliche Dinge zum Nikolaus und zu Weihnachten wünschen. Normalerweise bekam ich am 6.Dezember immer einen Teller voller Schokolade, doch da dass dieses Jahr mit meinem Verzicht auf industriellen Zucker etwas schwierig wird, habe ich mir überlegt mir dieses Jahr zum Beispiel ein Hanföl zu wünschen. Klingt zwar komisch, aber darüber würde ich mich wirklich freuen!

 

 

Aber jetzt wieder zurück zur Mode: Seit Monaten beobachte ich schon den Fair-Fashion Trend und habe auch schon durch einige Online-Shops gestöbert. Mein Fazit: es gibt endlich total schöne und auch stylische faire Mode! Doch als ich dann den Preis sah, hat es mich immer ein bisschen geschreckt. Viel zu teuer! Auf der anders Seite, schrecke ich bei Lebensmittel meist nicht davor zurück, viel Geld auszugeben. Es fühlt sich irgendwie gut an zu wissen, dass der Hersteller oder Bauer eine faire Bezahlung erhält. Sollte ich mir das bei meiner Kleidung nicht auch denken? Den Frauen und Kindern die diese herstellen geht es vermutlich noch schlechter als den einheimischen Bio-Bauern. Außerdem kauft man bei den hohen Preisen auch nicht so viel, was ja auch nicht schlecht ist.

 

 

Natürlich habe ich jetzt nicht vor meinen gesamten Kleiderschrank leer zu räumen um dann tausenden von Euro auszugeben, nur damit dieser dann ausschließlich mit fairen Teilen gefüllt ist. Bis auf die Dinge die ich wirklich nicht mehr brauche. Die müssen jetzt einfach endlich weg. Aber ab jetzt werde ich mir vornehmen nurmehr fair und Second-Hand zu kaufen. Dieses Vorhaben werde ich so gut wie möglich auf den Blog präsentieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

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