Die besten Zuckeralternativen + Rezept

12. April 2016

Drei Jahre ist es nun her, als ich anfing, mich gesünder zu ernähren. Während der Vorbereitungszeit für die schriftliche Matura, aß ich viel zu viel Süßigkeiten, weil ich mir einredete dass ich das für meine Nerven brauche. Die Folgen von dieser Ernährung merkte ich schon bald, als die Waage ein paar Kilos mehr anzeigte. Ich war zwar nie wirklich dick, aber trotzdem erschreckte es mich wahnsinnig. Für mich stand fest: ich muss was tun! Also fing ich an mehr Obst und Gemüse zu essen sowie mehr Sport zu betreiben. Gott sei dank kochte meine Mama schon immer sehr gesund, was mir die Sache schon um einiges leichter machte.
Die Änderung in meinem Lebensstil machte sich schon bald bemerkbar. Ich fühlte mich viel besser, konnte mich besser konzentrieren und war einfach allgemein besser gelaunt. Eigentlich hatte ich vor, diese Umstellung eher kurz zu halten, aber nachdem es so gut gelaufen ist, habe ich es bis heute immer mehr „ausgebaut“ und ich arbeite noch immer daran. Momentan ist mein größtes Problem weißer, raffinierter Zucker. Süßes schmeckt mir einfach zu gut. Gegen ein kleines Stückchen Schokolade sagt ja keiner was, aber bei mir wird’s dann meistens eher doch die ganze Tafel und dann fühle ich mich schlecht. Weniger wegen dem schlechten Gewissen, sondern mehr körperlich, also schwach, abgeschlagen und allgemein einfach komisch.

Der Grund dafür ist, dass Zucker Auslöser von Depressionen, Darmproblemen, Müdigkeit, Angstzuständen und Konzentrationsschwächen sein kann. In kleinen Mengen ist Zucker, wie gesagt, nicht so schlimm, aber was das Große Problem ist, ist das Zucker mittlerweile beinahe in allen Lebensmitteln zu finden ist (also in Fertigprodukten). Geht mal in den Supermarkt oder in eure Küche und lest euch auf den Rückseiten der Verpackungen die Zutatenliste durch. Wahrscheinlich werdet ihr euch sehr wundern. Zucker findet man vom Brot angefangen bis hin zum Tiefkühlgemüse. Wenn man nicht aufpasst konsumiert man den ganzen Tag Zucker, ohne es zu wissen, das führt zu einem konstanten Hoch des Insulinspiegels und genaiu dadurch kann es zu Typ-2-Diabetes oder Altersdiabtes (Kinder haben mittlerweile auch schon Altersdiabetes) kommen.

Seit beruhigt, es gibt Alternativen & es geht so einfach!

Keine Angst, ihr müsst natürlich nicht komplett auf Süßes verzichten! Es gibt sehr viele Alternativen! Man sollte jedoch trotzdem versuchen diese Zucker-Alternativen nicht in den selben Mengen aufzunehmen wie man es vielleicht vorher mit raffinerten Zucker getan hat. Es wichtig sich auf die vielen Geschmacksrichtungen einzulassen und nicht immer alles zu „übertünchen“. Ein bitterer Geschmack ist zum Beispiel sehr gut für die Verdauung!

Süßholzwurzel
Jeder von euch kennt wahrscheinlich die Lakritze, weniger werden wissen das sie aus Süßholzwurzeln besteht. Die Süßholzwurzel wird schon seit Jahrhunderten als Naturheilmittel vor allem bei Husten und Magenproblemen verwendet. Sehr interessant ist auch, dass sie blut- und gewebereinigend wirkt, indem Süßholzwurzeln den Körperzellen helfen, Abfallstoffe auszuscheiden. Weiters wirken sie antibakteriell, antiviral, entzündungshemmend und schützen vor Zellgiften.
Süßholzwurzeln haben eine 5x stärkere Süßkraft als Zucker und eignen sich besonders in Pulverform super für Getränke wie z.B. Smoothies. Wo man so ein Pulver bekommt? Einfach in die Apotheke gehen! Die können dann eines beim Großhandel bestellen!
Achtung! Die Wurzeln sollten nicht bei hohen Blutdruck oder Kaliummangel verwendet werden! Wenn ihr jedoch unter niedrigem Blutdruck leidet, dann ist dieses kleine Wunderpülverchen ideal!

 

Reissirup

Reissirup ist zwar weniger süß wie Zucker, jedoch viel gesünder! Das liegt daran, dass es Oligosaccharide beinhaltet, welche im Körper nur langsam gespalten werden können und somit nicht so schnell ins Blut gelangen, d.h. Reissirup hat einen niedrigen glykämischen Index. Weiters besteht es aus Maltose, Glucose und vielen Mineralstoffen wie z.B. Kalium, Magnesium, Eisen, Phosphor und Calcium. Was nicht drinnen ist, ist die Fruktose, wodurch es auch bei Fruktosemalabsorption geeignet ist. Reissirup ist außerdem glutenfrei, laktosefrei, vegan und für Diabetiker geeignet.
Man kann das leckere Sirup als Brotaufstrich oder auch zum Backen verwenden, dazu muss man einfach nur 100g Zucker durch 110g Reissirup ersetzen.

 

Kokosnussblütenzucker
Kokosnussblütenzucker ist meiner Meinung nach der leckerste Zuckerersatz, da er einen karamellähnlichen Geschmack hat. Was sonst noch toll daran ist, ist dass er einen niedrigen glykämischen Index hat, also genau wie der Reissirup, langsam ins Blut übergeht.
Kokosnussblütenzucker hat auch einen niedrigen Schmelzpunkt, ist also ideal für kalte Getränke, Schokodesserts, Marinaden, Tees etc. Zum Backen kann man es 1:1 statt Haushaltszucker verwenden.

Datteln
Datteln werden auch „das Brot der Wüste“ genannt, sie liefern schnell viel Energie da sie Traubenzucker, Kalium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Kalzium Vitamin A, B1, B2, B6, Niacin, Folsäure und Vitamin und enthalten sogar mehr Ballaststoffe als Vollkornbrot, wodurch der Zucker sehr langsam in das Blut übergeht.

Birkenzucker
Xylit wird aus der Rinde von Birken gewonnen und kann auch vom Menschen innerhalb des Zuckerstoffwechsels gebildet werden. Er hat eine sehr hohe Süßkraft, wenig Kalorien, wenig Einfluss auf den Blutzucker und verursacht keinen Karies.
Bei Birkenzucker ist es (wie bei allen anderen angeführten Zucker-Alternativen) sehr wichtig Bio zu kaufen, da das klassische und traditionelle Herstellungsverfahren sehr teuer ist, und billiger Birkenzucker eine schlechterer Qualität hat. Leider kann Xylit nämlich auch industriell aus Glukose hergestellt werden, und bei der Glukose kann es sein, dass dafür gentechnisch veränderter Mais verwendet worden ist. Das schlimmste an der ganzen Sache ist, dass es dafür keine Kennzeichnungspflicht gibt.

 

Honig
Honig ist das vermutlich traditionellste Süßungsmittel in unseren Breitengraden. Er enthält viele Mineralstoffe und wird schon seit Jahrhunderten als Heilmittel, nicht nur bei Husten sondern auch zur Wundheilung verwendet. Eigentlich müsste man dem Honig und seiner heilenden Wirkung einen eigenen Blogpost widmen, aber vielleicht mache ich das ein anderes mal.
Auch wenn der Honig so gesund ist, würde ich keinen übermäßigen Verzehr empfehlen und wenn ihr euch schon einen kauft, dann nur beim Deal … äh, Imker eures Vertrauens. Denn wie hoffentlich jeder von euch weiß, sind die Bienen vom Aussterben bedroht und wenn sie nicht mehr sind, sind wir alle davon betroffen. China ist bereits von diesem Bienensterben betroffen, denn dort bestäuben die Menschen Obstbäume mit der Hand. Hört sich ziemlich gestört an, ist aber leider die Realität. In Amerika fahren reisende Imker quer durch Amerika von Feld zu Feld um dort z.B. Mandelbäume zu bestäuben, doch durch die stundenlangen Autofahrten sterben die süßen Insekten massenhaft ab. Danach wird der Honig dann mit Maissirup gepanscht. Wenn ihr in Österreich Honig kauft, ist euch vielleicht aufgefallen, dass hinten „Gemisch aus Honig von EG und nicht EG-Ländern“ steht. Das bedeutet, dass eventuell hochwertiger Honig mit minderwertigen Honig nicht mehr gegeben ist. Eine therapeutische Wirkung ist bei beiden Gemischen nicht mehr gegeben. Bio ist also wirklich klug!
Weiters ist Honig nicht für Diabetiker sowie für Menschen die abnehmen wollen (viel Kalorien) geeignet.

Ahornsirup
Ahornsirup wird aus Ahornbäumen gewonnen. In Kanada ist er eine recht naturbelassenes Produkt, in Europa wird es jedoch leider oft mit Zuckerwasser gepanscht. Auch hier gilt wieder: Bio kaufen!
Der Sirup hat einen niedrigen glykämischen Index, für Diabetiker ist diese Alternative jedoch nicht geeignet, da er Saccharose ( auch in normalen Haushaltszucker) enthält.
Auch der Mineralstoffgehalt hält sich in Grenzen.

Agavendicksaft
Auch Agavendicksaft erfreut sich größter Popularität, und ist mittlerweile in jeden Supermarkt und auch schon in vielen Getränken oder Süßigkeiten zu finden. Mich hat es ziemlich geschockt, als ich vor ein paar Monaten erfuhr, dass der Dicksaft gar nicht so gesund ist. Er hat zwar einen sehr niedrigen glykämischen Index, jedoch enthält er einen hohen Anteil an isolierter Fruktose, wodurch Agavendicksaft noch giftiger als Haushaltszucker ist.
Ihr dürft mich jetzt jedoch nicht falsch verstehen, Fruktose aus echten, ganzen Früchten ist natürlich nicht ungesund, da die darin enthaltenen Ballaststoffe, Mineralstoffe und Antioxidantien dem Körper dabei helfen die Fruktose besser aufzunehmen.

So, ich hoffe dieser Post hat euch bei der Auswahl des idealen Zucker-Ersatzes geholfen. Ich habe es persönlich sehr kompliziert gefunden, zu wissen, was jetzt wirklich gesund ist. Das Thema „Zucker“ ist leider sehr kompliziert, und da ich leider (noch) keine Ernährungsexpertin bin, ist dieses Thema auch noch sehr schwer für mich . Deswegen lege ich euch diesen Artikel ans Herz, der, wie ich finde, das wichtigste was man über Zucker wissen sollte abdeckt.

Und zum Schluss habe ich euch noch ein Rezept vorbereitet. Meine absoluten LIEBLINGSTARTES, die besser als so manche Torte schmecken. Sie sind vegan, laktose- , gluten- , zuckerfrei und außerdem noch Boyfriend-approved! Sie bestehen hauptsächlich aus Nüssen – wie das funktionieren soll? Das seht ihr gleich! Probiert es selbst! Es funktioniert wirklich!

Roh vegane Tartes
Gang: Dessert
Zutaten
Kuchenboden
  • 1/3 Becher Cashews
  • 1/3 Becher Mandeln
  • 1/3 Becher Walnüsse
  • 1 Becher Medjool Datteln
Schokofüllung
  • 2/3 Becher Kokosöl
  • 1/3 Becher Erdnussmuß
  • 1/3 Becher Kakaopulver
  • nach Geschmack Reissirup
  • Vanille
Zitronen-Cashew-Creme Füllung
  • 1 Becher Cashews
  • 1 Dattel
  • nach Geschmack Reissirup/Kokosblütenzucker
  • nach Geschmack Zitronensaft
  • etwas Vanille
Zubereitung
Für den Kuchenboden
  1. Einfach alles in den Mixer werfen und mixen sodass eine feste Masse entsteht (es ist egal wenn die Nüsse eher grob sind)! 

  2. Dann: in Kuchenform drücken als nächstes kommt sie dann für 20 min in den Gefrierschrank.

Für die Schoko Füllung
  1. Kokosöl und Nussmuß im Wasserbad schmelzen und vermischen dann alle anderen Zutaten hinzufügen. 

  2. Nun die Schokolade in den Boden gießen und dann ab in den Gefrierschrank für ca. 1 halbe h oder wenn die Füllung nicht mehr flüssig ist!

Für die Zitronen-Cashew-Creme
  1.  Cashews über Nacht oder mind. 2h in Wasser einweichen (wird nur nicht so cremig nach 2 h). 

  2.  Dann mit der Dattel in den Mixer werfen und je nach Belieben Wasser dazugeben ( je nachdem wie cremig man es haben möchte).

  3. Anschließend alle anderen Zutaten dazu geben vermischen, Kuchenboden aus den Gefrierschrank holen und Füllung hineingießen! 

  4. Dann nochmal kurz in Gefrierschrank 10-15 min --------> Genießen! Am besten ist er jedoch wenn man ihn über Nacht im Kühlschrank stehen lasst! Dann bilden die Cashews und das Wasser in der Creme eine richtige Milch!

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